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Mysteriöser Unfall auf dem Starnberger See: Yacht gestrandet – Polizei macht irren Fund an Bord

von Josef Thiele

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Tutzing – Ein havariertes Boot, ein ungewöhnlicher Ort und ein Fund, der selbst erfahrene Ermittler staunen lässt. Ein rätselhafter Vorfall auf dem Starnberger See sorgt derzeit für Aufsehen.

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Am frühen Dienstagmorgen ging bei der Wasserschutzpolizei die Meldung eines Spaziergängers ein: In der Nähe der Insel Roseninsel, nahe Tutzing, war eine größere Motoryacht auf Grund gelaufen. Das havarierte Boot lag halb auf einer Sandbank, der Bug ragte merkwürdig schräg aus dem Wasser.

Die Beamten eilten mit einem Streifenboot zum Unfallort. Von der zwölf Meter langen „Blue Diamond“ fehlte zunächst jede Spur. Der Spaziergänger hatte das Führerhaus zwar besetzt vorgefunden, aber auf wiederholte Zurufe sei keine Reaktion erfolgt.

Ein Schock für die Einsatzkräfte

Als die Polizisten schließlich an Bord der gestrandeten Yacht gingen, trauten sie ihren Augen nicht. Am Steuerrad der „Blue Diamond“ saß eine lebensgroße Schaufensterpuppe. Sie war mit einer Kapitänsmütze und einer Sonnenbrille bekleidet und mit Klebeband auf dem Kapitänsstuhl fixiert.

„Für einen kurzen, aber sehr intensiven Moment dachten wir, wir hätten ein Todesopfer zu beklagen“, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. „Der Anblick dieser leblosen Figur am Steuer war wirklich gespenstisch.“

Doch damit nicht genug der Überraschung. Bei der genaueren Untersuchung des Bootes entdeckten die Beamten im Salon eine weitere, noch kuriosere Installation: Auf einem reich gedeckten Tisch stand ein Hochzeitskuchen – ebenfalls aus Plastik und mit einer Figur von Braut und Bräutigam darauf. Um den Tisch herum gruppierten sich weitere Puppen in Festkleidung.

Ein makabres Kunstprojekt oder eine schlecht durchdachte Aktion?

Die Polizei steht vor einem Rätsel. Von dem eigentlichen Eigner oder einem echten Kapitän fehlt jede Spur. Die Yacht war ordnungsgemäß im nahen Yachthafen Garatshausen angemeldet, der Besitzer, ein 58-jähriger Münchner Unternehmer, ist derzeit im Urlaub. Sein Boot hatte er nach eigenen Angaben vor einer Woche an einen Freund ausgeliehen.

„Wir versuchen nun fieberhaft, diesen Freund zu ermitteln“, so die Polizei. „Die Spurenlage deutet darauf hin, dass hier jemand eine Art Performance oder eine Feier nachstellen wollte. Vielleicht ist die Yacht während der Aktion abgetrieben oder der ‚Kapitän‘ hat die Kontrolle verloren.“

Der bizarre Unfall hat sich inzwischen wie ein Lauffeuer in der Region verbreitet. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. Die „Blue Diamond“ wurde von einem Abschleppdienst von der Sandbank gezogen. Die Hochzeitsgesellschaft aus Plastik wurde vorübergehend sichergestellt – als Beweismittel in einem Fall, der wohl selbst für die Polizei am Starnberger See ein Novum darstellt.

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